David Joost

David Joost (* 2. Mai in irgendwo; auch bekannt als Curly, AIDS, usw.) ist ein deutscher Künstler, Spinnenfeind und Lebemann.

Inhaltsverzeichnis

Leben

David Joost hätte eigentlich sollen gemüsst, hat aber dann lieber dürfen gewollt und sich mit seinen 100 Geschwistern darum geprügelt, wer den Göttern der neuen Welt das Frühstück ans Grab bringen darf.

Bis zur Pubertät begegnete er angeblich nicht einem einzigen Menschen, dem er nicht seine lebenslangen Dienste angeboten hätte, aber selbst die beiden, von seinen getrennten Eltern jeweils engagierten Biographen, die ihn seit seiner Geburt begleiten, haben ihn nicht immer und überall im Auge und einige Zwischenfälle sind bis heute fraglich.

David Joost began jede Ausbildung, dem offiziellen Register nach, alphabetisch, um sich seines Werdeganges absolut sicher zu sein und beendete sie wieder, nachdem er einen Einblick gewonnen hatte. Nach 41 Jahren schlief er beim Buchstaben T ein, erwachte zwar nach wenigen Sekunden wieder, hatte aber seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt bereits verspielt.

Heute beschäftigt er sich meist mit sich selbst und mit den Problemen die dabei regelmäßig vor mittelgroßem Publikum auftreten.

Wann immer es möglich ist, erinnert er gerne öffentlich daran, dass jeder häufiger schweigen sollte.

Abgesehen von wirklich widerlicher Besserwisserei und einiger anderer Spinnereien, wie z.B. dass es sich bei öffentlichen Verkehrsmitteln eigentlich um Kondome handeln müsse, die jeder benutzen darf, glaubt David Joost fest daran, sich nur dann wirklich geborgen fühlen zu können, wenn er sich genug von anderen geborgt hat.

Der Künstler

„Das einzig Ernsthafte auf der Welt ist die Kunst. Und der Künstler ist der einzige Mensch, der nie ernsthaft ist“
  - David Joost: Mein Leben, mein Kampf, 2012

Werke

Über all die Jahre seines Schaffens ist das Œuvre Joosts auf eine unüberschaubare Menge angewachsen. Der Künstler selbst vermag keine Einschätzung vorzunehmen, Experten zufolge bewegt sich die bisherige Anzahl seiner Werke im oberen dreistelligen Bereich.

Joosts Texte sind von Chuzpe, Ironie und Satire geprägt. Daneben gibt es verschiedene Liebeslieder. Ein häufiges Motiv bei ihm ist die Personifikation von Tieren und Gegenständen. Die meisten seiner Platten sind Livemitschnitte. Musikalisch gestaltet er seine Lieder einfach mit akustischer Gitarre.

Kontroversen

Nach den ersten Erfolgen als Liedermacher begann Joost, zeitweilig Kokain zu konsumieren. Eine literarische Aufarbeitung dieses Themas findet sich erstmals in den Ketzerbriefen eines Süchtigen.

In den 1990er Jahren verfiel Joost der Drogensucht – nach eigener Aussage konsumierte er von 1994 bis zu seiner Verhaftung am 29. November 1995 täglich bis zu 7 Gramm Freebase/Kokainbase und Kokain und litt an Wahnvorstellungen. Die folgenden Gerichtsverhandlungen zogen sich über Jahre hin. Im April 2000 wurde er in dritter Instanz zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Sein 1997 vor Nervenärzten in Erlangen gehaltener Vortrag zum Thema Drogensucht erschien zwei Jahre später unter dem Titel Es gibt kein Leben ohne Tod in Buchform.

Discografie